Am Sonntag, den 19.Januar, kommt uns Dirk für 2 Wochen besuchen. Der Arme kann sich kaum selber Klamotten mitbringen, da wir so viel Material zu ihm nach Hamburg schicken lassen haben, dass sein Rucksack schon voll ist. Außerdem bringt er unseren Blister mit. Hartwig (Jade-Sails) hat ihn netterweise -auf 2 Pakete verteilt- auch nach Hamburg geschickt. Dirk und wir sind erleichert, dass das alles so geklappt hat.

Für die erste Woche haben die beiden Männer einen Tauchkurs gebucht. Sie müssen morgens früh raus, um pünktlich in der Tauchschule in Puerto del Carmen zu sein. Dort werden sie vom Tauchlehrer Alex in die Techniken eingewiesen. Zurück an Bord sind sie beide abends ziemlich geschafft. Alex ist mit über 5500 Tauchgängen super erfahren und hat "die Ruhe weg". Am Freitag, nach dem 5.Tauchgang und einer "schriftlichen Prüfung", dürfen sie sich Open Water Diver nennen. Congratulations!!!

Da Dirk und Horst am Mittwoch Nachmittag frei haben nutzen wir die Zeit, um etwas Inselerkundung zu machen. Wir besuchen zusammen den Nationalpark Timanfaya- erst ein Stück auf Dromedaren, dann eine Rundtour mit dem Bus durch die Montanas del Fuego.

Am Samstag Vormittag verlassen wir Lanzarote, da der neue Käpt'n der Enterprise B gerne etwas Segelerfahrung machen möchte.  Unser missglücktes Ablegemanöver hat ihm schon mal gezeigt, wie man es nicht macht :-(

Dann haben wir Glück und können  den Blister gleich ausprobieren.  ( Wir mussten ihn vorher in der Marina wieder "zusammenbauen".) Mit dem Sonnenuntergang erreichen wir unseren Ankerplatz vor der unbewohnten Insel Los Lobos. Die See ist etwas unruhig, so dass wir in den Schlaf gerollt werden. Den Sonntag verbringen wir mit schwimmen, paddeln.... Und am Montag erklimmen wir den Montana del Caldera, bevor es mit dem Sonnenuntergang weiter geht Richtung Gran Canaria.

Im ersten Teil der Nacht läuft es richtig gut. Einmal kamen wir einer Schnellfähre mit 30 Knoten beängstigend nah. Dann wurde der Wind schwächer. Am Dienstag, 28.1., erreichen wir gegen Mittag den riesigen Hafen von Las Palmas. Am Rezeptionssteg werden wir von Charly- Sy Chapo- in Empfang genommen. Der Empfang im Hafenbüro war zunächst weniger freundlich. Wir haben "Mecker bekommen", weil wir uns nicht vorher angemeldet haben. Denn der Hafen ist immer übervoll. Aber nach einer Entschuldigung gab es dafür einen super Liegeplatz ganz am Ende eines Steges.

Schon beim 1.Erkundungsgang merken wir schnell, dass wir hier so ziemlich alles bekommen können, was wir noch brauchen. Die Begeisterung ist groß!(Denn eigentlich waren wir nicht so heiß auf die Insel. Wir waren vor 2 Jahren mit dem Flieger schon mal hier und von dem Massentourismus nicht sehr angetan.)

 

Dirk geht am Mittwoch noch einmal mit einer Gruppe tauchen, während wir in die Chandler-Welt abtauchen.

Abends entscheiden wir, dass wir nicht mehr gemeinsam nach Lanzarote zurück segeln. Dirk wird von hier mit der Fähre nach Lanzarote zurückfahren und wir bleiben hier, bis wir alles Wichtige geregelt haben.

 

Donnerstag fahren wir mit dem Bus Richtung Tafira und besuchen den Jardin Botanico Viera y Clavijo. Er wurde 1952 auf 27 Hektar von einem schwedischen Botaniker gegründet und beherbergt ausschließlich Gewächse, die nur in Makronesien wachsen- absolut lohnenswert.

Auf der Rückfahrt haben wir doll Lust auf das mexikanische "Nachos espesciale", das wir im Norden der Stadt schon gegessen hatten. Nur leider endet der Bus in der Station de Guaguas in der Innenstadt. Also latschen wir uns im Eiltempo die Füße platt, um dort noch einmal hinzukommen.

 

 

Freitag entdeckt Horst einen Zettel an einer Palme, auf dem ein nagelneuer Wassermacher zum Verkauf angeboten wird. Ein deutsches Segelboot hat die Antlantiküberquerung aufgegeben und verkauft ihn deshalb zu einem super Preis.

 

Am Samstag ist dieser Aqua-Base (65 l/h) unser. HURRA!!!!! Mit dem Schlauchboot kommt er zu uns an Bord und wird erst einmal unter den Tisch gepackt. Der Kauf ist das Eine, der Einbau eine ganz andere Aktion.

So wird es Nachmittag bis wir endlich wieder was unternehmen können- schließlich ist es Dirks letzter Tag! Wir besuchen das Casa Colon und genießen im Anschluss den Sundowner auf der Dachterrasse des La Azotea de Benito.

Am nächsten  Morgen klingelt der Wecker vor 6 Uhr, da Dirks Urlaub zu Ende ist- es war eine tolle Zeit mit dir Dirk!!! :-)

 

Auch für uns geht es jetzt wieder fleißiger weiter. Montag kaufen wir Solar-Panels.

Na ja- Montag Nachmittag lassen wir es uns doch noch mal sau gut gehen. Wir sind auf der "Chapo" eingeladen und haben eine tolle Zeit mit Jutta, Ute und Charly. Als dann noch die österreichische Crew vom übernächsten Boot dazu kommt haben wir so einen Spaß, wie lange nicht. Um es mit den Worten von Ernstl zu sagen : "Das war pippifein!"

 

Uns geht es überhaupt unverschämt gut :-)

Es kommen drei Tage, die ungewöhnlich warm sind- mit Winden aus Süden und dem berüchtigten Kalima. So ist das Boot nun mit einem roten Staub/Sand bedeckt- nein, nicht nur Außen. Der Staub findet seinen Weg überall hin.

 

Am Donnerstag Abend ist das Hauptgerät des Wassermachers in der Backskiste angebaut. Ein schweres Stück Arbeit!!! Der vollständige Aufbau wird dann in Lanzarote erfolgen.

Danach geht's weiter mit dem Anbau der Solar-Panels. Wir haben uns nach vielen Überlegungen entschieden, die Panels nicht auf den Geräteträger zu bringen, sondern an die Seereling. Dafür muss Horst eine Konstruktion entwickeln, die viel Mühe macht und Geduld erfordert. Irgendwann ist diese (Geduld) mal so richtig dahin, der Bohrer wird unsanft auf die Brille "gelegt"- und schon hat der Käptain zwei Monokel.

Ich überrede ihn, abends mit mir zu einem Optiker zu radeln, um zu fragen, ob das reparierbar ist. Horst geht in den Laden:  "I have a small problem". Drei Damen gucken ihn nach dem Öffnen seines Brillenetuis fassungslos an und meinen: "Not a small problem, you have a very big one!"

Da eine Reparatur nicht geht, machen sich die Drei auf die Suche nach einer Fassung, die exakt für diese Gläser passt. Alle Schränke werden umgeschichtet. Und tatsächlich finden sie eine, die auch noch gut aussieht. Ganz passend ist das Gestell reduziert und der Einbau der Gläser erfolgt sofort und kostenlos. Super!!! (Die Brille hat jetzt einen Doppelsteg- kann ja nicht schaden :-) )

 

Am Dienstag, 11.Februar, verlässt SY Chapo den Hafen

                                  Wir wünschen euch einen tollen Törn und hoffen, euch in der Karibik wiederzusehen!!