Trauriger 2. Advent

Am Samstag fahren wir mit Rad und Roller zu Lidl und decken uns mit Glühwein, Christstollen, Marzipan.......ein. Die Fahrzeuge sind danach- wie immer- am Fahrradständer festgeschlossen. Als Horst am Sonntag morgen Brötchen holen will, ist von seinem Fahrrad nur noch das geknackte Schloss übrig. Wir sind sehr traurig! Es war nicht nur neu und total schön, sondern vor allem absolut praktisch für Einkäufe und größere Strecken.

Ob es wohl mit versichert ist???  Keine Ahnung, aber wir hoffen es und machen uns auf den Weg zur Policia National, um Anzeige zu erstatten. Es gibt die Möglichkeit dort online eine Anzeige in verschiedenen Sprachen zu machen. Wir bemühen uns, können aber im Formular nirgends eine Spalte für den Diebstahl von Fahrrad finden und verzweifeln irgendwann. Ein sehr netter Beamter hat Erbarmen mit uns und nimmt die Anzeige auf.

Skippers Geburtstag

Am Montag- 09.12.- hat Horst Geburtstag und die Laune steigt wieder. Wir machen eine Glühwein-Party mit Janet und Hans von der "Zeevalk". Aber zuerst gibts von beiden das niederländisches Geburtstagständchen "Lang zal ze leven"- da müssen wir an Lewis denken und freuen uns.

Ihr könnt euch sicher denken- so richtig lange haben unsre Weihnachtsvorräte nicht gehalten :-)

Was kann man sich Schöneres vorstellen, als so Geburtstag zu feiern?- Nix!!!

 

Inzwischen haben wir auch weihnachtliche Atmosphäre im Boot. Es geht uns richtig gut!

Vorweihnachtsbesuch

Am Mittwoch, den 11., bekommen wir für eine Woche Besuch von Hanni und Günther. Wir freuen uns wirklich riesig, denn Lanzarote ist so etwas wie die 2. Heimat der Beiden, was bedeutet, dass wir eine einmalige Inseltour und -führung erleben werden. Aber die Freude ist auch groß, weil wir sie in diesem Jahr noch einmal sehen können. Nachdem der Flug gebucht ist, werden beide täglich mit Wünschen belagert, was wir dringend brauchen und hier nicht bekommen. Wir können nur sagen: DANKE für Alles- ihr seid wunderbar!

Abends gibt es ein Abendessen an Bord und wir schmieden Pläne für die Woche.

 

Donnerstag morgen geht es mit dem Mietwagen Richtung Süden der Insel: Femes, Playa Blanca, Carlos Park, Faro Pechiguera. In Femes hat sich glücklicherweise nicht sehr viel verändert und wir können bei Emiliano herrlich frischen Fisch essen. Da die Kellnerin Hanni und Günther auch sofort erkennt, bekommen wir eine extra große Portion.

Playa Blanco ist im Gegensatz viel größer geworden, wenn auch nicht schöner. Wir machen einen Spaziergang zum Leuchtturm und an der  Strandpromenade.

 

Freitag abend gibt es bei uns an Bord eine Glühweinparty. Eingeladen sind die Crews von Zeevalk, Monte, Altimate und Hanni und Günther. Wir nutzen das Auto für einen richtigen Großeinkauf (Nein- nicht nur Glühwein, auch seeehr viel Wasser.) Außerdem kann Horst es nicht mehr ohne Fahrrad aushalten. Darum schlägt er bei Decathlon zu. Inzwischen wissen wir auch schon, dass die Versicherung nichts bezahlt.

Am Samstag geht es in den Norden: Jardin de Cactus, Arrieta, Orzola, Jameos del Agua, Mirador del Rio, Haria. Das Wetter ist genial und wir genießen es sehr. Die einzelnen Ziele sind so toll, dass wir auch jeweils einen halben Tag dort verbringen könnten.

Das Mittagslokal in Arrieta ist noch genau so, wie ich es in Erinnerung hatte. irgendwann sind wir so voller neuer Eindrücke, dass nicht noch mehr geht.

 

 

 

Am Sonntag besuchen wir die Fundacion Cesar Manrique in Tahiche und fahren danach - auf meinen Wunsch- nach Teguise auf den Markt. Dort setzen sich die beiden Männer in ein Cafe und die Frauen ziehen durch die Gassen. Irgendwann wird es den Männern langweilig- komisch.

 

Wir fahren nach Caleta de Famara- ein echter Surf-Spot- um etwas zu essen.

Kleine Anekdote:               Wie Horst versucht, (s)ein Bier zu retten


 

 

Aus irgend einem Grund sage ich häufiger:

"Ich habe Brand wie eine Bergziege". Gemeint ist dann in der Regel, dass ich fürchterlichen Bier-Durst habe. Ich weiß nicht, woher der Spruch kommt, auch meine Eltern können es nicht aufklären. Auf jeden Fall bedeutet es, dass keine Bierdose vor mir sicher ist.

Am Sonntag bekomme ich von Horst darum ein Geschenk: Ziegenmilchseife- damit die Bergziege bei Brand vielleicht mal in die Seife beißt. na schaun wir mal, ob das hilft.


Montag erledigen wir erst ein paar Bootsarbeiten und treffen uns dann zu einem Spaziergang. Von hier aus Richtung Playa Honda. Der Hunger treibt uns wieder zurück und die Zeit bis zum Öffnen der Lokale nutzen wir, um für Horst und Hanni neue Kopfkissen zu kaufen.

 

Am Dienstag gehts mit dem Auto in den Süd-Osten der Insel: Die Weinanbaugebiete, Yaiza (mit der Weihnachtskrippe), Los Salinas, Los Hervideros und El Golfo.

(Wir staunen nicht schlecht, denn der grüne See ist nicht mehr zugänglich. Wir dürfen ihn nur noch von oben aus betrachten.)

Am Mittwoch ist unsere gemeinsame Zeit schon wieder vorbei und Hanni und Günther fliegen zurück nach Basel. Schön, dass ihr hier bei uns ward!!!

 

FELIZ NAVIDAD

 

 

Es sind nicht viele Boote bewohnt über die Feiertage. Aber dafür sind täglich große Kreuzfahrtschiffe vor Ort.

 

Nachdem wir uns zum 4.Advent ein Weihnachtskonzert in "unserer" Kirche St. Gines angehört haben, sind wir richtig in Weihnachtsstimmung und wollen uns Heilig Abend etwas Leckeres gönnen. Also wagen wir uns erstmals, Lobster selber zuzubereiten. Keine einfache Aktion und gemessen an der Menge, die zum Essen übrig bleibt ...hm. Aber sie waren wirklich lecker.

 

Das Wetter ist die ganzen Tage fantastisch und wir können auch abends locker in der Plicht sitzen- natürlich stilecht mit Lichterkette.

 

Und es gab sogar Geschenke auszupacken (Großes Danke an Hanni und Günther!!!)

Zu Silvester wollten wir gerne aus der Marina flüchten, denn die laute Musik der Disco reicht uns am normalen Wochenende eigentlich schon. Mit günstigem Wind sind wir darum am 30.12. losgesegelt und waren pünktlich zum Sonnenuntergang in der Playa Francesa vor La Graciosa. Ich war blöderweise so beschäftigt, dass ich kein Foto gemacht habe. Dabei hätte sich das seeeeehr gelohnt. Nicht umsonst heißt es, das dies vermutlich die schönste Ankebucht der Kanaren ist. Wir liegen mit drei anderen Booten dort und wollen eigentlich einige Nächte bleiben. Aber später am Abend checken wir den örtlichen Wetterbericht und erfahren, dass ab 1.Januar Südwinde angesagt sind, z.T. mit erheblichen Böen. Dann ist man dort sehr ungeschützt. Also was tun?

Wir schaffen es mit Mühen, einen Online-Antrag für einen Liegeplatz im Hafen von Caleta de Sebo abzuschicken. Das ist unsre einzige Alternative. Aber am nächsten Morgen- Anker auf und in den Hafen- werden wir dort sehr deutlich und bestimmt ( in Wirklichkeit richtig unfreundlich) abgewiesen. Darum Segel hoch, erst ein Stück gegen den Wind anmotoren und dann heimwärts segeln. Wir kommen natürlich genau mit dem Beginn der Party in der Marina an. Das ist zwar dumm gelaufen, aber die Segeltage waren trotzdem richtig schön.

Na dann- das neue Jahr darf kommen. Wir freuen uns riesig auf Alles!!