Am Donnerstag, den 11.Juli, ist es endlich soweit. Und das, obwohl unser Yacht-Techniker und Universalgenie Hermann Christians aus Friedeburg ( absolute Empfehlung!!!) am Mittwoch noch bis 22 Uhr an Bord gearbeitet hat. 
Wir schleusen um 08:00 Uhr aus und verlassen unter Begleitung eines Schweinswals unsere Heimat. Der angekündigte Regen bleibt glücklicherweise aus. Um 14:00 Uhr machen wir im Süd-Hafen Helgolands fest und werden herzlich von Steffi und Peer (SY Blue Balu) begrüßt.

 

Für Freitag bekommen wir einen Termin zum Tanken. Samstag früh gehts weiter nach Borkum, da nördliche Winde versprochen wurden. Das lief bis TG 9 auch richtig gut, danach wurde es bei geändertem Kurs und Wind etwas schwieriger. So erreichen wir den Burkana-Hafen auf Borkum erst gegen 20:30 Uhr bei echt bescheidenem Wetter. Außerdem ist unser Lazy-Jack- System kaputt gegangen, das Groß liegt auf dem Deck, der Ewincher lässt sich nicht mehr aus der Winsch lösen und wir sind kaputt- aber auch froh, dass die von H. Christians verbesserte Technik funktioniert!!

 

 Toll ist, dass zu dieser Zeit unser (Schwieger)Papa auf Borkum Urlaub macht und wir noch einmal schöne Stunden mit ihm verbringen können. Er verwöhnt uns an mehreren Abenden mit leckerem Essen- okay, was zum Trinken war auch dabei.

Da der Wind uns noch nicht weiter lässt, arbeiten wir natürlich viel am Boot.

Den Ewincher bekommen wir auch nach vielen Versuchen nicht von der Winsch. Darum haben wir zunächst eine Mail zum Hersteller nach Frankreich geschickt und um Hilfe gebeten. Umgehend wurde daraus eine telefonische Beratung- absolut hilfsbereit und freundlich. Als auch er nicht mehr weiter weiß, rät er uns ein Stück aus dem guten Stück herauszubrechen. Wir fragen zur Sicherheit mehrfach nach, aber er bleibt dabei: you have to break it!! Nachdem wir uns das getraut haben, bekommen wir ihn tatsächlich von der Winsch. Der super- freundliche Berater fragte direkt, wohin er den neuen Ersatz schicken könnte und drei Tage später war der neue Ewincher tatsächlich schon da. Das defekte Teil haben wir zurück nach Frankreich geschickt und warten auf nun auf die Fehlerdiagnose. Ein toller Service für den wir sehr dankbar sind!!

 

 

Am Sonntag kommt ganz spontan Fentje aus Oldenburg zu Besuch. Ich freue mich riesig und wir haben einen tollen Mädels-Tag.

Daaaaanke Fentje!!

 

Dann kündigt sich endlich eine Windänderung an. Darum machen wir Dienstag früh um 04:00 Uhr ganz leise die Leinen los, setzen das Groß im Vorhafen und starten in den Tag. Die Sonne geht bald auf, es wird ein toller Tag.

130 Seemeilen und 24 Stunden später machen wir in Ijmuiden fest. Es ist wieder sehr dunkel, die Hafeneinfahrt kommt uns eng vor. Wir nehmen die erste freie Box zum Anlegen und merken erst später, dass unsere Enterprise deutlich zu kurz ist dafür. Unsere Leinen reichen nicht und wir müssen etwas kämpfen, bis wir sicher und fest liegen. Diese Anlegebiere haben wir uns verdient :-)

 

Am Freitag fahren wir mit dem Bus nach Oldenburg, da Samstag die Hochzeit von Katrin und Jan auf Gut Wahnbek stattfindet. Es wird ein ganz genialer Tag mit vielen netten Menschen, guter Musik, schönem Ambiente und Wetter und ich genieße die Zeit mit "meiner" Carlotta!! Hoffentlich sehen wir uns alle bald wieder.

Die Kinder bringen uns die Pakete mit, die wir zu ihnen liefern lassen haben (Danke Frauke und Dirk!!), Horst kauft in Oldenburg noch Werkzeug und ein Fahrrad, so dass wir Sonntag Abend ordentlich bepackt und müde wieder an Bord sind, verholen aber noch zur Volva Werkstatt, da für Montag unsre erste Motorinspektion angesagt ist.

 

Die Inspektion verläuft erfreulich unspektakulkär- es ist alles in Ordnung. Und glücklicherweise ist die Rechnung auch voll im Rahmen. Dafür ergibt sich eine neue Aufgabe, die erledigt werden will. Burkhard aus Hooksiel macht uns netterweise darauf aufmerksam, dass wir keine AIS-Signale senden. Darum geht der Dienstag damit drauf, das Problem irgendwie in den Griff zu kriegen. Gar nicht einfach und echt mühsam!!