Am 30.03. wird die Ausgangssperre in Spanien bis zum 25. April verlängert- und auch noch einmal verschärft.

Für uns heißt das weiterhin lediglich zum Einkaufen von Bord zu gehen.

Blöderweise kommen ausgerechnet an diesem Abend meine schlimmen Zahnschmerzen zurück. Die hatte ich schon einmal vor 4 Wochen und war damit in Las Palmas beim Zahnarzt.     Dr. Kohlpaintner- ein deutscher Zahnarzt-  hat mich ohne Termin direkt behandelt. Auf einem Röntgenbild war die befürchtete Zahnwurzelentzündung nicht zu sehen und mit Medikamenten wurde es besser.

Am Mittwoch, den 1.April mache ich mich also wieder auf den Weg zu ihm- aber alle!!! Zahnärzte haben seit 3 Wochen geschlossen. Ich kriege ziemliche Panik.... ....schreibe Herrn Kohlpaintner eine Email und bitte um einen Rat. Und er antwortet tatsächlich umgehend und nennt mir eine chirurgische Klinik im Süden der Insel. Als ich dort anrufe, bekomme ich einen Termin für den Nachmittag und fahre mit einem Taxi dorthin. Unterwegs auf der Autobahn sehe ich Straßensperren, da die Polizei Autos anhält und kontrolliert. Wir dürfen aber durchfahren.

Dr. Hermann und seine Frau ( Clinica Maxilo Facial, Maspalomas) sind unglaublich nett. Und nach einer neuen Aufnahme meines Kiefers komme ich direkt unters Messer. Es wird eine größere OP- aber ich merke sofort eine Erleichterung, da der Druck im Kiefer aufhört. Die nächsten beiden Tagen muss ich wieder dorthin, um mir eine Spritze abzuholen. Ich versuche, die Strecke mit dem Bus zu fahren, da das Taxi super teuer ist. Am Busbahnhof erklärt man mir, dass ich nur online ein Ticket kaufen kann. Ich versuche es sehr oft und lange, werde aber immer wieder vom System rausgeschmissen. Nach einer Stunde hat ein Fahrer Mitleid mit mir und nimmt mich - alleine- in seinem Bus bis zu einer größeren Station mit, wo auch ein Office ist. Dort werde ich schon von einer Frau erwartet, die mir deutlichst mitteilt, dass nur Residentes mit dem Bus fahren dürfen. Also noch einmal eine halbe Stunde auf ein Taxi warten.

Am 11.04. fahre ich wieder zur Klinik, da meine Fäden gezogen werden. Danach darf ich endlich wieder anfangen, etwas nicht Flüssiges zu essen.

Mir ist bewusst, was ich für ein riesiges Glück gehabt habe!! Was hätte ich wohl ohne die beiden Ärzte gemacht?!

Ich danke Herrn Kohlpaintner und Frau und Herrn Hermann von Herzen !!!

 

 

Es ist absolut ruhig in der Marina- schließlich darf kein Boot ein- oder ausfahren und Gespräche am Steg sind tabu. Wir sehen nur selten andere Menschen.

Aber seit 14 Tagen lassen die Yachten in der Marina jeden Abend um 19 Uhr ihre Signalhörner ertönen. Liegen große Containerschiffe und Frachter zum Be/Entladen im Hafen, tun sie das ebenfalls.

Wir wissen nicht, wie dies entstanden ist, aber es fühlt sich tröstlich an. Und es zeigt, wie viele Boote bewohnt sind.