FELIZ ANO    NUEVO

 

Fahrradgeschichte- Fortsetzung :-(

Am Silvesterabend hat an unserem Steg- direkt vor unserm Bug- ein großer Katamaran festgemacht.(Die Nationalität nenne ich besser nicht, um nicht zum Schubladen-Denken beizutragen.) Die 4 Männer an Bord lassen es ordentlich krachen - bis zum hell werden. Aber okay, ist schließlich Silvester. Am nächsten Tag wiederholen sie das, nur, dass sie schon mittags anfangen. Je mehr leere Flaschen desto lauter die Menschen und die Musik. Um 22.00 Uhr geht ein anderer Skipper hin und bittet um etwas Ruhe. Das Resultat: Noch lautere Musik, großer Spaß und regelmäßiges Horn-Signal dazu. Um 2:00 Uhr verliert Horst dann seine Nerven und geht raus. 

Ja- danach werden sie leiser. Und am nächsten Morgen ist im Vorderrad von Horsts neuem Fahrrad ein sehr großes Loch (Das Rad stand am Steg vor dem Boot.)  Der Donnerstag geht dann damit drauf, zu versuchen einen neuen Reifen zu bekommen.

No te preocupes, solo preguntate.

 

Freitag brechen wir zu einer großen Wanderung auf. Wir wollen unseren "Hausberg", den Montana Blanca besteigen. Zuerst gehts mit dem Bus zum Ort. Dann auf den Berg hinauf. Das ist nicht immer nur einfach, da der Weg bald aufhört und viel Gestein lose ist. Aber oben werden wir mit  einem großartigen Panorama belohnt. 

 

Der Weg runter geht erstaunlich einfach und schnell. Wir sind so geflasht, dass wir beschließen den Weg komplett zurückzulaufen. Die ersten Stunden macht das auch noch Spaß, aber irgendwann finden wir es echt anstrengend. Eine kurze Kaffepause in Playa Honda und dann weiter. Wir sind zum Sonnenuntergang zurück und richtig geschafft.

 

 

Für die kommende Woche haben wir einen Werft-Termin vereinbart. Darum am Montag früh raus und alles vorbereiten. Horst geht sicherheitshalber nochmal fragen- nein, heute nicht mehr. Vielleicht manana. Manana fragen: die Teile sind noch nicht bestellt. Oh.

Also Werft-Termin auf Februar verschoben. Ist nicht schlimm, da wir selber noch genug zu tun haben. Der Filter zwischen Haupttank und Tagestank wird eingebaut (das fehlende Teil bringt freundlicherweise der Skipper der ALTIMATE aus Deutschland mit), ein 2.Relingskleid genäht, ....

Am Sonntag, den 19.Januar, kommt uns Dirk für 2 Wochen besuchen. Der Arme kann sich kaum selber Klamotten mitbringen, da wir so viel Material zu ihm nach Hamburg schicken lassen haben, dass sein Rucksack schon voll ist. Außerdem bringt er unseren Blister mit. Hartwig (Jade-Sails) hat ihn netterweise -auf 2 Pakete verteilt- auch nach Hamburg geschickt. Dirk und wir sind erleichert, dass das alles so geklappt hat.

Für die erste Woche haben die beiden Männer einen Tauchkurs gebucht. Sie müssen morgens früh raus, um pünktlich in der Tauchschule in Puerto del Carmen zu sein. Dort werden sie vom Tauchlehrer Alex in die Techniken eingewiesen. Zurück an Bord sind sie beide abends ziemlich geschafft. Alex ist mit über 5500 Tauchgängen super erfahren und hat "die Ruhe weg". Am Freitag, nach dem 5.Tauchgang und einer "schriftlichen Prüfung", dürfen sie sich Open Water Diver nennen. Congratulations!!!

Da Dirk und Horst am Mittwoch Nachmittag frei haben nutzen wir die Zeit, um etwas Inselerkundung zu machen. Wir besuchen zusammen den Nationalpark Timanfaya- erst ein Stück auf Dromedaren, dann eine Rundtour mit dem Bus durch die Montanas del Fuego.

Am Samstag Vormittag verlassen wir Lanzarote, da der neue Käpt'n der Enterprise B gerne etwas Segelerfahrung machen möchte.  Unser missglücktes Ablegemanöver hat ihm schon mal gezeigt, wie man es nicht macht :-(

Dann haben wir Glück und können  den Blister gleich ausprobieren.  ( Wir mussten ihn vorher in der Marina wieder "zusammenbauen".) Mit dem Sonnenuntergang erreichen wir unseren Ankerplatz vor der unbewohnten Insel Los Lobos. Die See ist etwas unruhig, so dass wir in den Schlaf gerollt werden. Den Sonntag verbringen wir mit schwimmen, paddeln.... Und am Montag erklimmen wir den Montana del Caldera, bevor es mit dem Sonnenuntergang weiter geht Richtung Gran Canaria.

Im ersten Teil der Nacht läuft es richtig gut. Einmal kamen wir einer Schnellfähre mit 30 Knoten beängstigend nah. Dann wurde der Wind schwächer. Am Dienstag, 28.1., erreichen wir gegen Mittag den riesigen Hafen von Las Palmas. Am Rezeptionssteg werden wir von Charly- Sy Chapo- in Empfang genommen. Der Empfang im Hafenbüro war zunächst weniger freundlich. Wir haben "Mecker bekommen", weil wir uns nicht vorher angemeldet haben. Denn der Hafen ist immer übervoll. Aber nach einer Entschuldigung gab es dafür einen super Liegeplatz ganz am Ende eines Steges.

Schon beim 1.Erkundungsgang merken wir schnell, dass wir hier so ziemlich alles bekommen können, was wir noch brauchen. Die Begeisterung ist groß!(Denn eigentlich waren wir nicht so heiß auf die Insel. Wir waren vor 2 Jahren mit dem Flieger schon mal hier und von dem Massentourismus nicht sehr angetan.)

 

Dirk geht am Mittwoch noch einmal mit einer Gruppe tauchen, während wir in die Chandler-Welt abtauchen.

Abends entscheiden wir, dass wir nicht mehr gemeinsam nach Lanzarote zurück segeln. Dirk wird von hier mit der Fähre nach Lanzarote zurückfahren und wir bleiben hier, bis wir alles Wichtige geregelt haben.

 

Donnerstag fahren wir mit dem Bus Richtung Tafira und besuchen den Jardin Botanico Viera y Clavijo. Er wurde 1952 auf 27 Hektar von einem schwedischen Botaniker gegründet und beherbergt ausschließlich Gewächse, die nur in Makronesien wachsen- absolut lohnenswert.

Auf der Rückfahrt haben wir doll Lust auf das mexikanische "Nachos espesciale", das wir im Norden der Stadt schon gegessen hatten. Nur leider endet der Bus in der Station de Guaguas in der Innenstadt. Also latschen wir uns im Eiltempo die Füße platt, um dort noch einmal hinzukommen.

 

 

Freitag entdeckt Horst einen Zettel an einer Palme, auf dem ein nagelneuer Wassermacher zum Verkauf angeboten wird. Ein deutsches Segelboot hat die Antlantiküberquerung aufgegeben und verkauft ihn deshalb zu einem super Preis.

 

Am Samstag ist dieser Aqua-Base (65 l/h) unser. HURRA!!!!! Mit dem Schlauchboot kommt er zu uns an Bord und wird erst einmal unter den Tisch gepackt. Der Kauf ist das Eine, der Einbau eine ganz andere Aktion.

So wird es Nachmittag bis wir endlich wieder was unternehmen können- schließlich ist es Dirks letzter Tag! Wir besuchen das Casa Colon und genießen im Anschluss den Sundowner auf der Dachterrasse des La Azotea de Benito.

Am nächsten  Morgen klingelt der Wecker vor 6 Uhr, da Dirks Urlaub zu Ende ist- es war eine tolle Zeit mit dir Dirk!!! :-)

 

Auch für uns geht es jetzt wieder fleißiger weiter. Montag kaufen wir Solar-Panels.

Na ja- Montag Nachmittag lassen wir es uns doch noch mal sau gut gehen. Wir sind auf der "Chapo" eingeladen und haben eine tolle Zeit mit Jutta, Ute und Charly. Als dann noch die österreichische Crew vom übernächsten Boot dazu kommt haben wir so einen Spaß, wie lange nicht. Um es mit den Worten von Ernstl zu sagen : "Das war pippifein!"

 

Uns geht es überhaupt unverschämt gut :-)

Es kommen drei Tage, die ungewöhnlich warm sind- mit Winden aus Süden und dem berüchtigten Kalima. So ist das Boot nun mit einem roten Staub/Sand bedeckt- nein, nicht nur Außen. Der Staub findet seinen Weg überall hin.

 

Am Donnerstag Abend ist das Hauptgerät des Wassermachers in der Backskiste angebaut. Ein schweres Stück Arbeit!!! Der vollständige Aufbau wird dann in Lanzarote erfolgen.