Vor Pasito Blanco verbringen wir 9 Tage vor Anker, gehen dann frür drei Tage in die Marina, fahren dann ein Stück weiter in die Bahia Santa Agueda- bleiben dort zwei Tage- und ankern dann vor Puerto de Mogan für drei Tage. Es ist seeeehr warm, das Wasser überall herrlich, die Plätze sehr schön. Nur Jetski und einige Motorboote mit überdimensionalen Lautsprechern und der passenden Musik nerven schon manchmal sehr. Und der Schwell an manchen Tagen und vor allem Nächten ist nicht so prickelnd, da er uns kaum zur Ruhe kommen lässt. Eine Tasse auf dem Tisch stehen lassen geht nicht, in der vorderen Kajüte schlafen ist unmöglich.


1 Jahr unterwegs

Am 11. Juli 2019 sind wir in Hooksiel gestartet. Ein Jahr sind wir nun unterwegs und klar, da muss man ne kleine Zwischenbilanz ziehen.

Wir haben verschiedene Länder besser kennengelernt und haben weit überwiegend freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen. Den Traum vom ungebundenen Leben auf dem Wasser haben wir uns erfüllt und es macht deutlich Lust auf mehr. Unsere Partnerschaft ist inniger denn je und wir sind uns eigentlich immer selbst genug. Supernette Segler/innen aus unterschiedlichen Nationen haben wir kennengelernt und auf einige Wiedersehen freuen wir uns bereits. Die erste Corona Welle haben wir gesund überstanden und sind nun gespannt auf die nächsten Monate auf den Kanaren. Wir wollen uns besonders den kleineren Inseln zuwenden und dann.....dann geht es weiter ! Wir haben gehört und gesehen, wie schön dieABC Inseln sind- da könnten wir ja auch mal den Winter verbringen!

Es bleibt dabei: Frei wie der Wind!


 

 

Wir beschließen so langsam Gran Canaria zu verlassen. Unsere Idee ist, auf der anderen Seite der Insel wieder ein ganzes Stück in den Norden zu fahren, um dann von dort aus nach Teneriffa rüberzusegeln. Auch dort wollen wir in den Norden. Darum geht es am Freitag, den 17. Juli morgens um 6 Uhr Anker auf. Der Wind soll an diesem Tag nicht ganz so stark gegenan sein-aber es bleibt ein ungemütlcher Gegenankurs. Trotz Maschinenpower machen wir manchmal keine 3 Knoten Fahrt und die See ist vor allem bei den Kaps recht rau. Aber gegen 11 Uhr erreichen wir den Puerto de Las Nieves (Agaete). Funkversuche glücken nicht, aber wenigstens ein Funkkontakt mit der Schnellfähre Fred.Olsen kommt zustande. So erfahren wir, dass diese noch nicht ausläuft und wir in den winzigen Fischerhafen einfahren können. Es ist sehr eng und voll und es gibt genau einen Platz an der Mauer für einen Gastlieger- und den bekommen wir. Wir hatten uns auch ordentlich vorher per Mail angemeldet, aber keine Antwort darauf bekommen. (So geht es uns fast immer). Nach einer kurzen Runde durch den Ort sind wir sehr angetan. Er ist gemütlich und sehr schön. Und die Natur ist sehr wild und rau.

Leider kommt dann aber die Enttäuschung. Die Motorbilge steht ziemlich voll Wasser- Salzwasser. Ein Check ergibt, das die in Las Palmas neu eingebaute Wellendichtung eben nicht dichtgehalten hat. Das Telefonat mit der Werft in Las Palmas funktioniert noch, aber dann ist erst mal Wochenende. Das ist schade, da wir ein Wetterfenster am Samstag gerne genutzt hätten.  Sooo einfach lässt uns die Insel scheinbar nicht los.