Im November bekommen wir neue Boots-Nachbarn- Gaby und Wolfgang von der "Mon Amour". Mit den Beiden kann man nicht nur gemütlich zusammensitzen, sie sind auch echte "Kanarenspezialisten". Da sie seit 11 Jahren auf den Kanaren unterwegs sind, haben sie viele gute Tipps und kennen viele Leute. So war es auf unserer gemeinsamen Wanderung (11.November) von Laguna Grande zum Alto de Garajonay - wo wir ihre Wanderstöcke zum Testen  ausleihen durften- nicht wirklich verwunderlich, dass wir oben am Gipfel auf den Inhaber eines Lokals in Alajero mit seiner Familie trafen. Die Wiedersehensfreude war so groß, dass wir  sofortan ihrem Picknick mit Ziegenkäse,Gofio,Brot,Rotwein..... teilhaben durften. Ein tolles Erlebnis!! Aber auch der Blick dort oben war fantastisch.


 

Danach sorgt die Enterprise mal wieder dafür, dass wir uns um sie kümmern. Vielleicht haben wir sie etwas vernachlässigt?

Von Horst:

 

Scotty !!!
Wir brauchen Energie!


Die Enterprise B hat ein Energie Problem und Scotty ist im Urlaub. Okay, muss der Captain selber ran. Der FI-Schalter springt ohne erkennbares Problem immer wieder, nach mal kürzerer mal längerer Zeit, raus. 🧐Nachdem die nachfolgenden Sicherungen nicht reagierten, werden die Sicherungskreise einzeln per Sicherung abgeschaltet, dann alle Sicherungen und....der FI schaltet sich trotzdem immer wieder ab🤨. Also wird ein neuer FI Schalter installiert.
Keine Änderung der Situation 😫.

Nach einigen Diskussionen mit befreundeten Captains engagieren wir einen im Hafen praktizierenden professionellen Energieoffizier- vom fernen Planeten Britannien stammend.
Mit einem hochprofessionellen Gerät wird umgehend so alles gemessen, was es zu messen gibt und ich vernehme immer wieder ein Wort, das wie „Earthleak“ klingt. Nach ca. 2 Stunden werden dann die Messungen eingestellt mit dem Hinweis, ich solle es weiterhin beobachten 🙈.

Bei einer anschließenden Beratung mit der 1.Offizierin erhielt ich dann den Ratschlag: "Funke doch mal unseren heimatlichen ostfriesischen Energiespezi Hermann Christians in Friedeburg an und frage den!“

Okay! Ratzfatz an die Langstreckenfunke und die Problematik geschildert. Die Antwort erfolgt umgehend: Jo! Das liegt zu 99% am defekten Heizstab im Warmwasserboiler!
Weitere Frage: Wie kann das, wenn ich die Sicherung abschalte?
Antwort: Die Sicherung trennt nur Plus-im Heizstab liegt aber Plus und Minus. Tritt da Wasser ein, dann schaltet der FI ab. Sehr kleiner Riss im Heizstab, der nur bei bestimmter Ausdehnung Wasser durchlässt.

Ja-so war es! Neuen Heizstab bestellt im SVB Raumdock zu Bremen und nach 16tägigem Lieferflug eingebaut. Gleichzeitig werden die deutschen einpoligen Sicherungsschalter gegen die spanischen zweipoligen Sicherungsschalter (die trennen Plus und Minus) getauscht.
Also auch noch was für die Sicherheit getan😊

Fazit: Frage besser gleich den ostfriesischen Experten!

Roller, Roller, Reifen....

Am 20. November ist es endlich soweit. Mein neues Push-Bike kommt auf La Gomera an. Das war insgesamt ein nervenaufreibendes Unterfangen und wäre beim Zoll auch beihnahe schief gegangen. Bei dieser Aktion hat mir Rike sehr geholfen. Danke, liebe Rike!!!!

 

Wir hatten uns schon gefreut, als das 1. Paket bei ihr ankam. Aber aus "Hurra- der Roller ist da!" wurde ganz schnell "Oh Shit, im Karton sind nur Schutzbleche drin!"

Aber jetzt wird der Roller direkt im Hausflur von Rike aufgebaut; ist leichter, ihn zur Marina zu fahren, als das Paket dorthin zu tragen. Der Zusammenbau gestaltet sich schwieriger als gedacht, da das Einstellen der beiden Scheibenbremsen nicht leicht geht. 

Es ist soooo schön, wieder rollern zu können!!!

An Bord wollen wir die Schutzbleche montieren und stellen fest, dass dafür die Räder ausgebaut werden müssen. Tja, dumm gelaufen. Wir schnappen alles Material und Werkzeug und gehen zum Werftgelände, um dort zu arbeiten. Es ist hammer heiß.

Ramon, der Werkstattchef, hat Mitleid mit uns und schließt die Werkstatt auf, damit wir sonnengeschützt vernünftig arbeiten können. Und als er sieht, wie schwierig die Prozedur ist, hilft er gleich mit. Das macht Horst überhaupt nicht nervös (ha ha) . Ramon erklärt auch, dass die Gomeros alle mucho tranquillo haben und damit alles gut gelingt.  Ich habe meinen Spaß an den beiden Männern- aber nicht wirklich an dem Ergebnis. Unsre 1. Tour mit Fahrzeugen zeigt nämlich, dass die Bremsen ständig schleifen. Das ist bergauf nicht so witzig.

Also gehts am nächsten Tag zu einem Zweirad-Spezialist in der Stadt. Und Silvio bekommt nach 10 Minuten alles perfekt hin.

 

Den nächsten Tag machen wir wieder eine Wanderung mit Gaby allein. Von Reventon Oscuro gehen wir zur Ermita de Nuestra Senora de Lourdes, zum wasserspeienden Baum und weiternach El Cedro. Dort machen wir beim Restaurant Camping la Vista eine Kaffeepause. (Inzwischen haben wir selbst einen Wanderstock.)

La Cucaracha......(Nein, nicht das Lied)
(von Horst)
Es wird ja immer gesagt, dass es nur eine Frage von "Wann" und nicht von "Ob" ist, und in der Tat, trotz vieler Vorsichtsmaßnahmen haben wir eines Abends plötzlich die erste Cucaracha in der Plicht. Die muss allerdings nach zwei Minuten in den Cucarachahimmel aufsteigen. Umgehend werden die Fliegengitter an den Luken verbessert, die Festmacherleinen mit den inselüblichen Chemikalien behandelt und ein weiteres Fliegennetz für die Eingangsluke gebaut.

Aber es hilft nichts-nach einem abendlichen Spaziergang wieder unter Deck angekommen, stürmt Anke plötzlich mit ausgestrecktem Arm Richtung Ausgangsluke. Eine C. läuft ihr den Arm herunter und verschwindet in unserer Pantry.
Respekt! Ich hätte den Hafen zusammengebrüllt, wenn mir das passiert wäre.

Wir also auf der Lauer und - wenn auch 2 Versuche nötig sind-  und der Abend mit grimmigem Gesichtsausdruck und Fliegenklatschen in der Hand vor der Pantry sitzend verbracht wird, so kann diese C. der ersten nun Gesellschaft leisten.

Nach einigen Gesprächen mit Gomeros wissen wir nun, die Viecher können auch fliegen und teilweise ihre Nester in den Büschen und Bäumen haben.

Seit dem sind wir noch vorsichtiger.......wenn das noch geht!