Wir machen einige weitere Wanderungen, mehrere Etappen des Fernwanderweges GR-131 (der durch sämtliche Inseln verläuft), wandern im Parque Nacional de Garajonay, durch den Lorbeerwald El Cedro- und es ist jedesmal super anstrengend. Egal, ob es hoch oder runtergeht, es ist immer steil, felsig und sehr uneben. Die Aussichten sind atemberaubend schön, und wir begegnen nur selten anderen Wanderern.

Zwischendurch muss ich eine Woche Auszeit nehmen, da mich eine starke Magen-Darm-Geschichte flach gelegt hat.

Anfang Oktober kommt SY Zora (die rote Zora) mit Brigitte und Alois in den Hafen und wir merken schnell, dass  die beiden super nett sind. Wir verbringen schöne Stunden zusammen und zeigen ihnen natürlich auch "unser" Lokal. Als ein paar Tage später auch noch SY Dörti mit Ingrid und Bodo dazukommen, sind wir zu sechst unterwegs und haben Spaß.


Brigitte und Alois laden uns am Montag, den 19.10. zu einer Wanderung im Parque National ein. Vor lauter Gesprächsstoff vergeht die Zeit wie im Flug. Es ist ausnahmsweise mal sehr feucht und neblig.

Anschließend fahren wir zum Mirador de Abrante- Alois hat seinen Spaß am Kurven fahren, Brigitte nicht immer :-)

Der Skywalk ist wahnsinnig schön, die rote Felswand ebenfalls beeindruckend. Danach gehts zum Museum.

Den schönen Tag lassen wir in der Hafenkneipe mit Flüssignahrung ausklingen. Dankeschön Brigitte und Alois!!!

 

Gomeros- nett, gesellig und hilfsbereit

 

Je länger wir auf der Insel sind, umso mehr Menschen lernen wir hier kennen und schätzen. In einem Laden habe ich Rike kennengelernt- es war "mögen auf den ersten Blick". Rike kommt aus Varel, lebt aber seit 18 Jahren auf La Gomera, ist mit einem Gomero verheiratet und hat zwei Kinder. Von ihr erfahren wir viele interessante und auch nützliche Dinge über das Leben hier. Wir verstehen uns so gut, dass sie uns am Samstag, den 24. Oktober, auf einem Spaziergang durch die Stadt, Geschichten über das Leben auf der Insel erzählt.

Im Park treffen wir uns schließlich mit Bea, einer Silbadora der Insel. Bea führt uns vor, wie einzelne Wörter oder Sätze auf "El Silbo" gepfiffen werden. Dazu werden ein oder zwei Finger in den Mund genommen und die andere Hand als Trichter benutzt. Die Pfiffe können über Entfernungen von 5 km zwischen den Barrancos gehört und verstanden werden. Wegen dieser außergewöhnlichen Umweltanpassung ist "El Silbo" von der UNESCO seit 2009 als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt. Es wird seit 1999  an den Grundschulen Gomeras als Pflichtfach unterrichtet.

 

 

Am folgenden Samstag (30.10.) helfe ich Rike, die große Eistüte vor Mauras Eisladen La Perita "schön" zu machen. Wir haben beide ne Menge Spaß. Und nebenbei lerne ich viele Gomeros kennen.

 

 

 

Ganz nebenbei hat "Corona" zum 2.mal unsere Pläne, nach Deutschland zu fliegen, kaputt gemacht.Wir wollten eigentlich Ende Oktober ab Teneriffa fliegen.....

Das nervt manchmal ein bisschen, obwohl wir uns aktuell absolut nicht beschweren können. Wir haben es so unglaublich gut hier!!! Aber wir vermissen auch unsere Kinder und Enkelkinder.