So wurschteln wir einfach weiter.

Ich kümmere mich endlich um unsere Einstiegsluke. Der Holzlack ist zum Teil weg, muss ganz abgeschliffen und neu aufgebaut werden. Bei dem Wetter natürlich kein Problem. (Außer, dass es meeega heiß ist in der Sonne.) Und netterweise bekommen wir von der SY Villablau vom Nachbarsteg eine Maschine ausgeliehen.

Horst installiert derweil einen Vorfilter für den Wassermacher, damit der Feinfilter nicht so schnell verdreckt.

Wir machen noch mehrere Touren ins Anaga-Gebirge, weil es dort wunderschön und auch schön schattig ist. Von Las Carboneras wandern wir nach Chinamada, ein noch bewohntes Höhlendorf. Hier leben ca. 15 Menschen von Ackerbau und Viehzucht. Erst seit den 90er Jahren gibt es sogar eine Straße dorthin, vorher war es nur zu Fuß oder per Esel zu erreichen.

Punta del Hildalgo liegt etwa 2 Wanderstunden von Chinamada entfernt an der Küste und ist deshalb ein sehr touristischer Ort.

 

Die Fahrt in den Parque Nacional del Teide dauert ca. anderthalb Stunden, ist aber spetakulär. Wir fahren bis in die Nähe der Seilbahnstation auf 2300m (Die Seilbahn ist coronabedingt geschlossen.) - zu den Roques de Garcia. Von dort aus im Wechsel hoch und runter am Fuß des Teide.

Tschau Villablau- bis bald

Beatrix und Heinz von "Villablau" fliegen für ein paar Wochen nach Deutschland. Zum Abschied treffen wir uns am Sonntag Abend (6.Sept.) mit Michaela (SY Panta Rhei), Harald (SY Avalon) und der Villablau-Crew in einem urigen Lokal in Tegueste. Wir essen eine Art Thunfisch-Gulasch- einfach grandios lecker. Am nächsten Morgen bekommen wir noch ihre restlichen Lebensmittel und dann sind sie weg. Aber nicht für lange. Wir sehen uns !!!

 

Inzwischen ist auch wieder Leben auf unserem Nachbarschiff, der "Stella Maris", mit Schweizer Flagge. Die Beiden haben erstmal gut zu tun, dass Schiff vom Calima-Staub zu befreien. Am Donnerstag sind wir dann bei Katharina und Jürg eingeladen und verbringen einen super schönen Abend zusammen. Davon hätten wir gerne noch mehr genossen, aber wir wollen auch endlich weiter. Aber wir bleiben in Kontakt und sehen uns hoffentlich bald irgendwo wieder!!!

Wir segeln ganz entspannt in Teneriffas Süden, haben 2 schöne Tage vor Playa de La Tejita, dann weiter zum Playa Diego Hernandez.

Dort ist die zweite Nacht super unruhig und wir beschließen, am nächsten Tag weiterzusegeln. Wir hatten schon 5 Mails nach San Sebastian de la Gomera geschickt und nach einem Platz gefragt. Eine Antwort gabs leider nie. Jetzt versuchen wir es telefonisch und ja klar- wir können gerne kommen. Und das machen wir auch. Unterwegs kommen wir ganz dicht an vier- vermutlich schlafenden- Walen vorbei. Ziemlich sicher Pilotwale. Später sehen wir noch mehr. einfach großartig!!!

Vor dem Hafen von San Sebastian de la Gomera versuchen wir am 16. Sept. nachmittags ordnungsgemäß zu funken, erst Port Control und dann Marina. Keine Reaktion. Aber kurz vorm Hafen kommt uns dann ein Schlauchboot entgegen und Andi- der TO Stützpunktleiter hier- nimmt uns freundlich in Empfang. Und jaaa- Gomera ist so schön, wie Alle sagen! Und wir sind von Anfang an begeistert.

 

Die ersten Tage erkunden wir die nähere Umgebung und die schönen Strände direkt vor und hinter der Marina. Durch Zufall finden wir ein kleines Lokal - "El Tropico", wo es ausschließlich frisch- und selbstgemachte Speisen zu günstigen Preisen gibt. Da wir schnell zu den local customers gehören, bekommen wir eine Vorspeise vom Haus geschenkt- eine Spezialität Gomeras. Kuh-Schwanz, in leckerer Soße. Nicht nur ich winke ab und die nette Bedienung kann überhaupt nicht verstehen, was mit uns los ist.

Unsere erste große Wanderung führt uns von Vueltas /Valle Gran Rey- wo wir nach anderthalb abenteuerlichen Stunden mit dem Bus ankommen- über Puntilla, La Calero immer stramm bergauf bis nach El Retamal. Eigentlich wollten wir in Vueltas "Altimate" mal wieder hallo sagen. Die beiden haben dort geankert. Aber ausgerechnet an diesem Tag sind sie weitergefahren.

Die Wanderung ist anstrengend, aber wunderschön!